Frauengesundheit

Was versteht man unter einem Leiomyom?

Leiomyome sind die häufigsten Tumoren der Gebärmutter (= Uterus) und finden sich bei etwa 40-50 % aller Frauen jenseits des 30. Lebensjahres. Histologisch leiten sie sich von einer Muskelzelle des Myometriums ab. Sie können einzeln (Myoma uteri) oder multipel (Uterus myomatosus) auftreten.

Kann ein leiomyom bösartig werden?

Eine bösartige (sarkomatöse) Entartung von gutartigen Myomen ist selten und kommt in weniger als 1% der Fälle vor. Zudem wird sie fast ausschließlich bei Frauen in oder nach den Wechseljahren (postmenopausal) beobachtet. Genetische Abnormalitäten werden in ca. 50% aller Myome festgestellt.

Was ist ein leiomyosarkom?

Das Leiomyosarkom (LMS) ist mit circa 24% eine der häufigsten Unterarten der Weichteilsarkome (WTS). Es entsteht aus dem Gewebe der so genannten glatten Muskulatur. Das ist die unwillkürliche und somit nicht aktivierbare Muskulatur – sie kann nicht bewusst gesteuert werden.

Wie erkennt man ein Sarkom in der Gebärmutter?

Diagnose. Bei der gynäkologischen Tastuntersuchung werden Größe und Unregelmäßigkeiten der Gebärmutter getastet. Dabei kann ein knotiger Tumor, d.h. ein Sarkom, der Gebärmutter ab einer bestimmten Größe gefunden werden. Zuverlässiger und genauer ist die Diagnose mit einer Ultraschalluntersuchung.

Was sind uterusmyome?

Ein Uterusmyom ist ein gutartiger Tumor der muskulären Gebärmutterwand. Uterusmyome zählen zu den häufigen Erkrankungen der Frau (bis zu 70 Prozent der Frauen ab 45 Jahren sind betroffen).

Wie schnell wächst ein leiomyosarkom?

Meist merken Sie zuerst eine schmerzlose Schwellung und glauben, dass es sich um eine harmlose Prellung handelt. Doch wächst die Schwellung schnell innerhalb von Wochen und Monaten. Bildet sich die Geschwulst unter der Haut, können Sie sie ertasten. Wird sie grösser, kann sie Spannungsgefühl oder Schmerzen verursachen.

Ist ein Sarkom heilbar?

An Weichteilsarkomen können Menschen jeden Alters erkranken. Durch die heutigen Therapiekonzepte haben sich die Überlebenschancen der Betroffenen deutlich verbessert. Rund 70 Prozent der Sarkom-Patientinnen und -Patienten werden geheilt.

Welche Beschwerden hat man bei Myomen?

Hinweise auf ein Myom können starke, langanhaltende Monatsblutungen oder Zwischenblutungen sein. Diese Blutungen können mit wehenartigen Schmerzen einhergehen. Mit zunehmender Blutungsstärke können sich vermehrt Gerinnsel bilden. Die Ausscheidung dieser Gerinnsel kann von starken Krämpfen begleitet werden.

Was ist ein Corpuspolyp?

Gebärmutterpolypen (Zervixpolypen bei Befall des Gebärmutterhalses, Corpuspolypen bei Befall des Gebärmutterköpers): Gutartige Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut. Sie können in jedem Alter auftreten, bevorzugt aber zwischen dem 45. und 60. Lebensjahr.

Was passiert wenn man Myome nicht behandelt?

Deutliche Zeichen für Handlungsbedarf sind schmerzhafte Unterleibsbeschwerden, eine starke und verlängerte Regelblutung und häufige Zwischenblutungen außerhalb des normalen Zyklus. Als Folge einer verstärkten Blutung kann es in manchen Fällen zu einer Blutarmut (Anämie) kommen.

Kann ein Myom gefährlich werden?

Zu den möglichen Komplikationen gehören: Harnwegsinfekte und Schmerzen beim Wasserlassen, wenn das Myom auf Harnblase/Harnleiter drückt. Funktionsstörungen an Blase, Darm oder Nieren, wenn das Myom auf diese Organe drückt. Blutarmut bei starken und/oder verlängerte Regelblutung infolge Eisenmangels (Eisenmangel-Anämie)

Sollte man Myome operieren lassen?

Dr. Budiman: Eine Gebärmutterentfernung kann sinnvoll sein, wenn Myome immer wieder kommen und die Patientin keinen Kinderwunsch mehr hat. Aber auch dies bedeutet nicht gleich einen Bauchschnitt. Die eleganteste Methode erfolgt heute endoskopisch per “Schlüssellochtechnik”.

Wie schnell muss ein Myom entfernt werden?

Behandlung: Ohne Beschwerden ist eine Behandlung nicht nötig. Treten Symptome auf, kann die Geschwulst in der Regel operativ entfernt werden. Dabei kommen verschiedene Methoden zum Einsatz. Ist eine OP nicht möglich, kann das Myom auch medikamentös behandelt werden.

Wie lange warten nach Myomentfernung?

Wann kann man nach einer Myom-OP schwanger werden? Nach einer operativen Myomentfernung sollte frühestens nach 6 Monaten eine Schwangerschaft eingeplant werden. Das gibt dem Körper genug Zeit, die Narbe in der Gebärmutter verheilen zu lassen.

Wie schnell darf ein Myom wachsen?

Eine Frau kann sowohl nur ein Myom als auch mehrere Myome verschiedener Größe besitzen. Ob die Myome einzeln oder in Gruppen auftreten, ist schwer vorherzusagen. Sie können für eine längere Zeit sehr klein bleiben und auch plötzlich schnell wachsen oder über eine längere Zeit kontinuierlich langsam wachsen.

Bei welcher Größe Myom entfernen?

Wenn es ausschließlich um unerfüllten Kinderwunsch bei bekannten Myomen geht, dann sollten intramurale Myome ab einer Größe über 3 bis 4 cm operativ entfernt werden. Dies gelingt nicht immer über eine herkömmliche Bauchspiegelung, vor allem dann nicht, wenn die Myome tief in der Wand gelegen sind.

Wie lange ist man im Krankenhaus nach Myomentfernung?

Durch die minimal-invasive Technik sind diese Eingriffe für Sie besonders schonend. Üblicherweise beträgt der Klinikaufenthalt 2 bis 4 Tage und Sie werden schnell wieder fit sein. Sollte ein großer Bauchschnitt erforderlich sein, verlängert sich der Klinikaufenthalt auf ca. 7 Tage.

Wie lange bleibt man im Krankenhaus nach Myomentfernung?

Dabei erfolgt ein möglichst kleiner Bauchschnitt, ähnlich einem Kaiserschnitt und der Krankenhausaufenthalt ist dann meist drei bis fünf Tage lang. Nach drei bis maximal sechs Monaten kann wieder eine Schwangerschaft angestrebt werden. In den meisten Fällen ist eine normale Entbindung nach Myomentfernung möglich.

Wie operiert man ein Myom?

Die Entfernung der Gebärmutter kann sowohl durch einen Bauchschnitt als auch durch die Scheide oder durch eine Bauchspiegelung erfolgen. Auch bei Entfernung einzelner Myome kommen diese drei Zugangswege in Betracht. Es gibt allerdings heutzutage auch Alternativen zur OP durch minimal-invasive Methoden.

Kann man Myome ambulant operieren?

Bei der Myomenukleation entfernt der Arzt die Wucherungen in einem operativen Eingriff. Dabei bleibt die Gebärmutter möglichst intakt, so dass die Frau im Normalfall auch weiterhin Kinder bekommen kann. Die Ausschälung erfordert eine Vollnarkose. Minimalinvasive Eingriffe können oft auch ambulant erfolgen.

Wann müssen Myome operiert werden?

Ein Eingriff über die Scheide eignet sich besonders, wenn ein Myom in die Gebärmutterhöhle hineinragt. Dies kann bei Myomen in der Gebärmutterwand oder unter der Gebärmutterschleimhaut der Fall sein. Eine Entfernung über die Scheide kann dann schonender sein als eine Bauchspiegelung.