Gesundheit

Ashitaba, eine japanische Pflanze mit Anti-Aging-Eigenschaften

Sein japanischer Name bedeutet wörtlich “das Blatt von morgen”. Die japanische Pflanze Ashitaba würde laut österreichischen Wissenschaftlern ein Molekül mit Anti-Aging-Vorteilen enthalten.

Die Ashitaba oder Angelica keiskei Koidzumi, ihr botanischer Name, ist eine Pflanze der Familie Apiaceae, wie Sellerie, Karotten oder Petersilie. Es wird seit mehr als 2000 Jahren in Japan angebaut und ist besonders bekannt für seine Vorteile für Gesundheit und Langlebigkeit. Und obwohl seine Vorzüge noch nicht bewiesen wurden, zeigt eine am Dienstag, dem 26. Februar, in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlichte Studie eine Substanz in Pflanzen auf, die tatsächlich zur Bekämpfung des Alterns beitragen könnte.

Förderung der Autophagie

Mit seinem Team identifizierte der Forscher Frank Madeo, Professor für Molekularbiowissenschaften an der Universität Graz (Österreich) in Ashitaba ein Flavonoid (in Pflanzen vorhandene Substanz), 4,4′-Dimethoxychalcon oder einfacher DMC. In Hefen entdeckten sie, dass dieses Molekül den Prozess der Autophagie fördert, dh den Mechanismus, um die Ansammlung von Abfall in Zellen zu verhindern. Sie führten dann den gleichen Test an Wurm- und Fliegenzellen durch. “Bemerkenswerterweise verlängerte die Behandlung mit DMC die durchschnittliche Lebensdauer dieser Organismen um etwa 20%”, so die Autoren der Studie.

“Es ist immer wieder angenehm zu entdecken, dass Heilmittel, die von einer populären Tradition getragen werden, einen wissenschaftlichen Wert haben , schwärmt AFP, zitiert von Le Devoir Frank Madeo. Aber die Forscher hörten hier nicht auf. Sie testeten DMC an Zellen aus Mausherzen sowie an verschiedenen Arten menschlicher Zellen. Auch hier wurde die Alterung der Zellen verlangsamt. “Dieses Experiment scheint zu zeigen, dass die Auswirkungen von DMC auf den Menschen zutreffen könnten, obwohl wir vorsichtig sein und auf echte klinische Studien warten müssen”, sagt er.

Der japanische Zellbiologe Yoshinori Ohsumi, Honorarprofessor am Tokyo Institute of Technology, erhielt 2016 den Nobelpreis für Medizin für seine „Entdeckungen über die Mechanismen der Autophagie“. Der Prozess nimmt insbesondere mit zunehmendem Alter ab. Seine Dysregulation kann daher zu vielen Pathologien führen, wie zum Beispiel zu neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson.

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