Medizin

Bald Drogen in unseren Supermärkten

Die Wettbewerbsbehörde will den Verkauf nicht verschreibungspflichtiger Medikamente liberalisieren, um die Ausgaben der Franzosen zu senken. 

Vor einiger Zeit erfuhren wir, dass Apotheker bald berechtigt sein würden, bestimmte Medikamente ohne Rezept abzugeben. Am 4. April gab die Wettbewerbsbehörde ihre Stellungnahme zur Verteilung von Arzneimitteln außerhalb von Apotheken ab.

Reduzieren Sie die Drogenausgaben der Franzosen

Diese Meinung spricht sich für den Verkauf von Arzneimitteln in Supermärkten oder zumindest außerhalb von Apotheken aus. Das Ziel ? Lassen Sie die Franzosen weniger für ihre Gesundheit ausgeben. Tatsächlich geben wir jedes Jahr 2 Milliarden Euro für nicht verschreibungspflichtige Medikamente aus, es handelt sich um Selbstmedikation. Diese Medikamente werden zu kostenlosen Preisen verkauft, jedoch nur in Apotheken.

Der UFC Que Choisir hat kürzlich eine Untersuchung veröffentlicht, in der ungerechtfertigte Preisunterschiede bei demselben Medikament aufgedeckt werden. Nicht erstattungsfähige Medikamente haben in zehn Jahren eine sehr hohe Inflation verzeichnet: + 29%! Eine Schachtel Active Cold wird beispielsweise in zwei Apotheken in derselben Stadt zwischen 2,99 und 9,10 Euro verkauft.

Die Tatsache, diese Medikamente in Supermärkten zu verkaufen, würde neue Konkurrenz schaffen und es ermöglichen, Medikamente zu geringeren Kosten zu haben. Aus diesem Grund befürwortet die Wettbewerbsbehörde eine geregelte Liberalisierung des Verkaufs nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel.

Überwachte Liberalisierung

Natürlich wäre es nicht eine Frage des Verkaufs ohne Aufsicht. Sie würden in bestimmten Bereichen des Supermarkts in Anwesenheit eines Apothekers erhältlich sein. Es ist auch ein Modell, das Deutschland (seit 2006) und Portugal bereits übernommen haben. Ihr Beispiel zeigt, dass der Konsum dieser Medikamente nicht signifikant gestiegen ist. Seit 2006 ist ihr Verbrauch in Deutschland um 13% gestiegen, gegenüber 21% in Frankreich, wo sie nur in Apotheken erhältlich sind.

Ein weiterer positiver Punkt für die Franzosen: Diese neue Maßnahme würde die Vertriebspunkte (um 10%) erweitern und längere Verkaufszeiten haben.

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