Medizin

Brustkrebs: Ein Protein würde seine Ausbreitung beschleunigen

Eine Studie hat ein Protein identifiziert, das als Auslöser für die Ausbreitung von Brustkrebs fungieren kann. Diese Entdeckung könnte den Weg für eine neue Behandlung der aggressivsten Krebsarten ebnen.

Eine Studie der Queen Mary University of London zu HER-2-positivem Krebs basierte auf der Analyse von Brustkrebs-Gewebeproben, die aus zwei Kohorten betroffener Frauen entnommen wurden: der Nottingham-Kohorte mit 1795 Frauen und der Londoner Kohorte mit 1197 Frauen, die alle gegen Brust behandelt wurden Krebs. Während dieser Studie entdeckten britische Forscher ein Protein, Integrin avß6, das als Auslöser für die Ausbreitung von Krebs fungieren würde.

HER-2-positive Brustkrebserkrankungen stellen etwa jeden dritten Brustkrebs dar. Sie sind aufgrund der Wirkung von HER2, die die Entwicklung von Krebszellen auslöst, besonders aggressive Krebsarten. Es ist wahrscheinlicher, dass sich diese Krebszellen auf die Lymphknoten oder andere wichtige Organe im Körper ausbreiten.

Die derzeitige Hauptbehandlung besteht darin, die Wirkung von HER2 mit Trastuzumab (vermarktet als Herceptin) zu blockieren, aber 70 von 10 Patienten entwickeln eine Resistenz gegen Herceptin. Dies macht die Entdeckung britischer Forscher besonders wertvoll, da sie den Weg für neue Behandlungen für diese besonders aggressive Form von Brustkrebs ebnen könnte.

Eine potenzielle neue Behandlung namens 264RAD wurde an Mäusen getestet und blockiert nachweislich das Krebswachstum. Der nächste Schritt wird daher darin bestehen, klinische Studien bei Brustkrebspatientinnen durchzuführen.